Als sich Donnerstag Abend auf der anderen Seite Helli (ja es gibt auch andere Hellis) am Telefon meldete, war mir klar, es geht am Wochenende auf den Berg. Auf welchen war nicht ganz klar, aber klar war, es wird kein Spaziergang.
Nach kurzem hin und her, sowie der Frage: „Und du stehst dann sicher um fünf in der Früh auf?“, war ausgemacht, dass wir am Samstag nach Mühlbach rein fahren würden um den Hochkönig zu besteigen. Und so ging es dann eben am Samstag tatsächlich um halb Sechs los Richtung Gipfel. Die Anfahrt, wollte ich eigentlich zum Schlafen nutzen, aber wenn der Berg ruft, kann man eben nicht schlafen.
Unser Aufstieg begann um 6:45 a.m. Mitteleuropäischer Zeit und wir sollten geschlagene 10 Stunden am Berg sein. Es galt Helli, der immerhin schon mal den IronMan bis zum Ende mit gemacht hat und sonst auch immer Ausdauersport macht – zur Zeit fährt er ca. 8 Stunden Fahrrad pro Woche, als Training zwischen durch, wie er sagt – hinter her zu kommen.
Die Tour führt sehr bald nur mehr über felsige Einöde mit einem um so bestechenderen Ausblick über unsere schöne Heimat. Unterwegs trifft man immer wieder auf Leute, die keuchend und schnaufend ein „Servus, griaß eich Buam“ heraus pressen, die man dann aber hinter sich zurück lässt. Ins Schnaufen sind wir auch gekommen und das lag nicht nur daran, dass die Luft ab 2500 Höhenmeter merklich dünner wird. Jeder der diesen - zugegebener Maßen nicht einmal extremen – Bergaufstieg begeht hat genug Ehrgeiz um auch oben an zu kommen. Diese Stimmung spürten wir besonders am letzten Stück und als wir um 11:45 den Gipfel in durchschnittlicher Zeit erreichten. Das verdiente Weißbier oder der verdiente Radler schmeckt dann, auch auf Grund der Bergluft, besonders gut. Wir gratuliert uns gegenseitig mit einem traditionellen „Berg Heil!“ zum Gipfelsturm und kammen bald mit den Jungs ins Gespräch, die auf der anderen Seite über den Klettersteig gekommen sind, was ich mir daraufhin gleich für das nächste Jahr vorgenommen habe.
Vom Gipfel aus sieht man tatsächlich bis ins tirolerische und weit nach Oberösterreich hinein. Bei sehr klarer Sicht, so versichert uns der Hüttenwirt, kann man bis Wien sehen, was wir mit einem Augenzwinkern mal glauben wollen.
Nach ein einhalb Stunden ausruhen, Essen und einem kleinen Nickerchen begannen wir auch schon wieder den nicht mehr ganz so spektakulären Abstieg. Nach drei ein halb Stunden waren wir dann wieder beim Arthurhaus angelangt, wo wir noch einen tollen Kaffee und einen Rotweinguglhupf zu uns nahmen bevor wir das letzte Sttückerl zum Auto Marschierten.
Ein tolles Erlebnis und eine gute Vorbereitung auf die geplante Tour im September, wo wir dann vier Tage osttiroler Bergluft schnuppern werden.
Musik beim Bloggen: Kings of Leon
